Heilkräuter-Training im August

Freitag, 26. August 2011

Am siebten und achten August wurde von Karin Puttkammer ein Training organisiert, an dem zwölf der Projekt-Landwirte teilnahmen und lokal wachsende Heilkräuter kennenlernten.
Der Trainer Madhu Neupane vom “Nuwakot District Forest Office” und sein Assistent Kholman Tamang vermittelten die theoretischen Kenntnisse zur Herkunft, Nutzbarkeit und Vermarktung der Pflanzen in den Räumen der Kakani Brighter School. Sie konzentrierten sich auf Mitsumata (nepalischer Papierbusch), Chiretta (ein Enziangewächs) und Shatavari (wilder indischer Spargel), mit denen Krankheiten wie Husten, Gelbsucht, Augeninfektionen, Magen- und Herzprobleme geheilt werden können. Wie der Anbau in der Praxis funktioniert, wurde für die den Landwirten unbekannten Pflanzen Mitsumata und Chiretta anschließend auf dem Gelände des Demozentrums trainiert und auch jeweils sieben Setzlinge der Pflanzen an sie verteilt.
Nun können die Landwirte diese Kräuter mit heilender Wirkung bei sich und ihren Familien anwenden und sie darüber hinaus zum Verkauf anbauen.

Die Webseite von Kaule ev – Nepal in nepalischer Hand

Mittwoch, 17. August 2011

Zum Abschluss der Freiwilligenzeit in Kaule, hat die weltwärts-Volontärin Julia die Arbeit an der Kaule-Nepal-Webseite an Badri Rai übergeben. Als ehemaliger Chairman von Kaule ev – Nepal und aktuell aktives Vereinsmitglied hat er sich schnell in die Grundlagen von Webseitenaufbau und html eingearbeitet, die ihm auch schon von seiner Arbeit für Hands for Help Nepal vertraut waren. Eine kleine abschließende Testaufgabe – Einfügen eines neuen Artikels mit Photo – hat er mit Freude erfüllt. Aktualisierungen und Neuerungen an der Seite können von nun an vom nepalischen Verein selbstständig umgesetzt werden.

Tee aus dem eigenen Garten

Donnerstag, 30. Juni 2011

Schon kurze Zeit nach dem erfolgreichen Bienentraining hat sich die Möglichkeit zu einem Training auf der Teeplantage geboten. Das “National Tea and Coffee Development Board” hat als Zweigstelle ein “Tea Extension Office” mit anliegenden Teeplantagen in Ranipauwa. Hier bekamen die Landwirte Nirmaya Tamang, Tirtha Kumari Tamang, Damai Tamang, Jethman Tamang, Bishnu Kumar Tamang und Hiralal Tamang an zwei Tagen eine Anleitung zum Teeanbau. Zunächst wurde das theoretische Wissen vermittelt und dann direkt erprobt: Setzlinge präparieren und stecken, Teepflanzen aus- und umsetzen, ernten und die Teeblätter per Hand zum Trocknen rollen. Am Ende wurden Setzlinge und junge Pflanzen an die Landwirte verteilt, die sie nun für den Eigenbedarf auf ihren Feldern pflanzen können. Von den jungen Sträuchern können sie bereits nach dem Einpflanzen jede Woche Teeblätter ernten und ihren ersten selbst angebauten Tee genießen.

Volontär-Ausflug nach Kirtipur

Donnerstag, 23. Juni 2011

Zur kulturellen Bereicherung der Volontäre organisierte Karin einen Ausflug nach Kirtipur, einen typischen Newar-Ort aus dem 12. Jahrhundert. Neben dem Schlendern durch die Altstadt und dem Besuch vieler heiliger Kulturstätten, haben wir uns auch auf den Weg zur Tribhuvan University gemacht. Dort entdeckten wir auf einen Spaziergang über das Gelände die verschiedenen Fakultäten und durchstöberten die angrenzenden Uni-Buchläden. Bei einem gemeinsamen Mittagessen klang der Ausflug ins Städtchen Kirtipur gemütlich aus.

Dachrinnen für die Regenzeit

Montag, 20. Juni 2011

Um den Sturzbächen, die bei starkem Regen von unseren Dächern laufen und sich am Boden zu großen Pfützen sammeln, entgegen zu kommen, wurden um das Haus herum Regenrinnen angebracht. Als beständiges Material haben wir dicke Gummirohre halbiert und den lokalen Schmied beauftragt, U-förmige Halterungen aus Eisen anzufertigen, die die Rinnen am Dach stützen. Unten wird das Wasser in zwei großen Regentonnen aufgefangen und kann dort als zusätzliches Wasserreservoir dienen – wenn sich für einige Tage doch wieder Trockenheit einstellt. Die Regengüsse, die mit allzu großer Wucht über die Dachrinnen hinausschießen, laufen am Haus entlang und den Hang hinab.

Neue Wasserleitungen im Demozentrum

Freitag, 27. Mai 2011

Nachdem das Tropfen der Wasserleitungen an unserem Projekthaus immer stärker wurde und der Septitank erneut ausgeleert werden musste, entschlossen wir uns, einen Installateur das Problem begutachten zu lassen. Schon mehrmals wurden eigene Versuche unternommen, die leckenden Leitungen zu reparieren und die Idee des Handwerkers sie komplett auszuwechseln, wurde von allen begeistert angenommen. Installiert wurde das neue System mit stabilem Material, wie hochwertigen Plastikrohren und metallenen Verbindungsstücken und in professioneller Bauart, die seither dicht hält. Die Kosten für die Reparatur wurden von Karin übernommen – als Spende für das Demo- zentrum zur Verbesserung der gegenwärtigen Wohnsituation wie auch für die Nachfolge nach der Übergabe an Kaule ev – Nepal.

Training für die Bienenzüchter

Freitag, 20. Mai 2011

Eine weitere große Etappe des Projektplanes ist geschafft und wir können nun auf eine Woche mit erfolgreichem “Beekeeping Training” zurückschauen. Sechs Tage lang haben sich die Landwirte Samjana Tamang, Kumari Thing, Damai Tamang, Jethman Tamang, Raj Kumar und unsere Projektmitarbeiterin Pema Sherpa im Kakani International Training Center versammelt, um sich Basiswissen zur Bienenhaltung anzueignen. Der Trainer Arjun Pokhrel von der “Nepal Beekeeping Central Cooperative Union” hat dabei sehr lebendig vermittelt und die Landwirte folgten ihm mit Aufmerksamkeit durch die Trainingseinheiten, die folgende Themenbereiche umfassten: Lebenszyklus und die Arbeitsweise von Bienen, die Aufgaben und Herausforderungen in der Bienenzucht und die wirtschaftliche Vermarktung der Bienenprodukte.
Neben den theoretischen Blöcken kam auch die praktische Anwendung des Erlernten nicht zu kurz, wobei sich die Landwirte mit großer Neugierde und Freude in ihrer zukünftigen Aufgabe übten.
Zum Ende des Trainings wurden allen Teilnehmern drei Bienenvölker und das Material übergeben, mit dem sie noch am gleichen Tag die Bienenstöcke aufbauen und die Kolonien in ihr neues Zuhause übersiedeln konnten. Von nun an wird jeden Monat ein Trainer nach Kaule kommen, um die Entwicklung in den Kolonien zu besichtigen und den neuen Bienenzüchtern beratend zur Seite zu stehen.

Wir machen uns wetterfest

Dienstag, 17. Mai 2011

In der letzten Woche haben wir uns als wahre Einpackkünstler erwiesen! Zur Vorbereitung auf die Regenzeit mussten die Küche mit Plastikfolie verkleidet, altes Holz abgeschliffen und neu lackiert, ein Gang vom Haus zur Küche mit Plastik überdacht und die Dächer von Hühner- und Ziegenstall regendicht gemacht werden. Die Arbeit unser Haus mit einem Regenrinnensystem zu versehen, ist im Moment in vollem Gange. Wir sind gewappnet, die Regenzeit kann kommen! Wenn man allerdings bedenkt, wie viele der Arbeiten schon unter Nieselregen oder auch kleineren Sturzbächen erledigt wurden, fragen wir uns, ob wir nicht schon mittendrin sind…

Das erste eigenständige Treffen der Landwirte

Mittwoch, 04. Mai 2011

Letzten Freitag fand das erste Landwirtetreffen statt, bei dem sich Kaule ev – Nepal als eigenständiger Verein versammelte. Der Vorsitzende des Vereins, Ritesh Kharel übernahm die Moderation und stellte die Tagesordnungspunkte vor. Der neu gewählte Vorstand wurde präsentiert und neue Mitglieder für die aktive Mitarbeit angeworben. Dann wurde der erste große Schritt von Kaule ev – Nepal besprochen – wann, wo und wie soll das erlangte Wissen um die Agroforstwirtschaft, die gemachten Erfahrungen und eine praktische Anleitung an einen neuen Kreis von Landwirten weiter gegeben werden?
Es wurde intensiv diskutiert und mit Ehrgeiz entwickelten die Landwirte den Plan, 15 weitere Familien jeden Samstag zu schulen. Theoretisches Wissen soll in einem Kurs auf dem Demogelände und die praktische Anleitung auf den Feldern der Landwirte weitergegeben werden.
Auf diese Weise wird in den nächsten Wochen das Schneeballsystem in‘s Rollen gebracht.

Alinas Abschied

Dienstag, 03. Mai 2011

Zum Abschluss der drei Jahre, die Alina das Pilotprojekt von Kaule e.V. vor Ort aufgebaut hat, wurde eine große Abschiedsparty geplant. Etwa 80 Menschen kamen, um mit ihr die schöne und gelungene Zeit zu feiern: Menschen aus Kaule und Kathmandu, Teilnehmer aus dem Projekt, Bekannte, Freunde. Zur Unterstützung kamen die Ersten schon am frühen Nachmittag, bauten eine Kochstelle auf und gemeinsam wurde das Essen für die Feier vorbereitet. Mit Tanz und Gelächter, Musizieren und Singen beim Lagerfeuer ist ihre Zeit hier ausgeklungen.
Am Tag ihrer Abreise versammelten sich die Landwirte noch einmal, um sie für ihren weiteren Weg zu segnen – in einer Puja (feierlichen Zeremonie), in der ihr von jedem ein Gebetstuch umgehängt und mit einer Thika auf der Stirn alles Gute gewünscht und gedankt wurde. Bis zum Bus wurde sie geleitet und alle winkten zum Abschied. Ein schöner Abschluss, bei dem vor allem Rührung und Dankbarkeit zu spüren waren.