Paige Leigh Tyson, Dylan Flower and Connor Bell

Dienstag, 26. Januar 2010

Im November 2009 waren wir Volontäre beim Kaule e.V. Projekt in Nepal. Während unseres  Aufenthaltes lernten wir den Tagesablauf der Bauern innerhalb ihrer Dorfgemeinschaft kennen. Wir halfen ihnen, einen Bambuszaun anzufertigen, gaben einige Stunden Englischunterricht und legten beim Hauptquartier von Kaule e.V. letzte Hand an, ganz zu schweigen von den vielen Begegnungen mit der Dorfgemeinschaft, als wir in den nepalesischen Familien Reiswein genossen, wunderschöne Wandertouren in die hügelige Landschaft unternahmen und die kulinarischen Köstlichkeiten der nepalesischen Küche genossen. Wir lernten eine Menge über die gängigen Methoden bei Ackerbau und Viehzucht sowie beim Pflanzenwachstum.   Wir werden Kaule ganz sicher in ausgezeichneter Erinnerung behalten.
Paige Leigh Tyson

Jules Henze

Samstag, 23. Januar 2010

Arriving in Kathmandu is an emotional process, above all when you intended to stay in Nepal for five months. You probably didn’t expect the things you see, or you never thought about them before coming here. Some people don’t have just a simple life here but rather a difficult live, and this is negatively impressing.

After the introduction period with VIN I was happy to arrive in Kaule. The traffic doesn’t disturb you anymore, nor the local people do it. Life is still looking poor here, but not under the bad conditions the capital “offers”, and not with people in between able to enjoy Nepal as tourists and somehow provoking the locals to rip them of. Ok, I still felt like a stranger or intruder.

This feeling never dissapeared really, but while working, especially while working on some of the farms participating in the project, It feels easier and easier to live here for  a longer time. I got to know people from the village, most of them are really friendly and invite us into their houses for a meal.

The work I’ve done varied quite a lot and included somehow everything from teaching English to children and adults in the village to the more rough work like building a rain drainage out of cement. In between I planted trees, pulled other plants out, counted  nitrogen-lumps on roots while helping Vera on her research work, coloured wood, built up something out of it, and so on and so on. Most of the things I’ve rarely done before. That was one of the reasons why I went to Nepal, to live under different conditions and do something different from only mental work in school, what I will continue in university this year.

All in all, after my five months in Nepal I can say that it was a rewarding experience, even if I suffered from some illnesses in between, which sometimes really made me feel like flying home the next day. In the end, flying home was as emotional as arriving in Kathmandu, not because of what you see – I don’t know if it’s good or bad, but you were not surprised by the living conditions here any more – , but because you weren’t sure about going home. Somehow it just started to feel like a home.

Roddy McKay

Donnerstag, 07. Januar 2010

Mein Aufenthalt in Kaule hat nicht nur Spaß gemacht, sondern war auch sehr bereichernd, zum Teil wegen des abwechslungsreichen Speiseplanes (das ist bei nepalesischen Volontärprogrammen eher eine Seltenheit), aber vor allem wegen der Haltung der Projektleiterin, die die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte. Die Nepalesen sind berühmt für ihre Gastfreundlichkeit (auch wenn die Person, die den Gast empfängt, im selben Zuge hinter seinem Rücken schändlich über ihn herziehen kann), doch die Dorfgemeinschaft von Kaule zeigt deutlich, dass sie für die von Kaule e.V. geleistete Arbeit wirklich aufrichtig dankbar ist. Ursprünglich hatte ich geplant, nur drei Wochen in Kaule mit zu arbeiten, bevor es dann einen Monat mit einem Projekt im westlichen Teil des Landes weitergehen sollte. Die Arbeit in Kaule machte mir jedoch solchen Spaß, dass ich, als der Monat verstrichen und das Projekt vorbei waren, zurückkehrte, und so verbrachte ich von den insgesamt fünf Monaten meiner Zeit in Nepal fast die ganze Zeit hier in Kaule. Auch wenn der Schwerpunkt des Projektes  auf landwirtschaftlichen Tätigkeiten liegt, so ist die Arbeit, die den Freiwilligen geboten wird, sehr vielseitig, da hier verschiedene Bedürfnisse in der Gemeinschaft ins Auge genommen werden. Ackerbau, Hausbau/Wartungsarbeiten sowie Englischunterricht gehören dort zu den Einsatzmöglichkeiten und sollte jemandem weitere Ideen einfallen, von dem er oder sie glaubt, dass sie der Gemeinschaft nützlich sein können, bin ich sicher, dass die Projektleiterin diese gerne in Betracht ziehen wird.
Die Unterkunft ist sehr komfortabel im Vergleich zu den Standards von anderen nepalesischen Volontärsprogrammen. Aber wenn man heiß duschen möchte, muss man die kurze Reise nach Kathmandu antreten. Ja, dies ist quasi ein Wink mit dem Zaunpfahl für jeden, der dort als Volontär arbeiten möchte: ich bin mir sicher, dass dort ein solarbetriebenes Duschkit als Gastgeschenk mit großer Dankbarkeit entgegengenommen werden würde. Richtet dem allezeit lächelnden Ladenbesitzer bitte ein „Namaste” von mir aus – ich bin mir sicher, dass die Kaule-Volontäre nun genug bei ihm eingekauft haben, dass er seine Kinder zur Uni schicken kann, was vielleicht der Grund für sein dauerhaftes warmes Lächeln und seine gutgelauntes Verhalten ist.
Alles in allem denke ich, dass Kaule der richtige Ort ist für jemanden, der in Nepal als Volontär arbeiten will, der sich dabei jedoch nicht ins gänzlich Unbekannte wagen möchte. Wem der Sinn nach Abenteuer steht, der sollte in den Westen des Landes reisen und erleben, was dort von einem erwartet wird, und sich, einmal von den Strapazen erholt, nach Kaule begeben.

Roddy

Dan Keezer

Mittwoch, 06. Januar 2010


Sehen Sie sich das Video an: Rundgang durch das Vereinshaus in Kaule, Nepal

Ich bin sechs Wochen lang, vom 15. September bis zum 1. November 2009, in diesem Haus gewesen.

Dan Keezer, New York

Siehe Video: “Dans Tour durch das Kaule Projekt Haus”

Luke Grossmiller

Mittwoch, 06. Januar 2010

Durch meine Arbeit als Volontär in Kaule hatte ich eine tolle Möglichkeit, mich in einem neuen Land zu Hause zu fühlen. Die Ortschaft Kaule hat eine ländliche Bevölkerung und liegt etwa eine Busstunde entfernt von Kathmandu.
Tagsüber konnte ich an Projekten mitarbeiten, die der Einführung einer nachhaltigen Landwirtschaft  dienen. Und abends gab ich in zwei Klassen Englischunterricht.
Ich wohnte zusammen mit einer Gruppe von vier bis acht anderen Leuten im Vereinshaus für Freiwillige.
Bekocht wurden wir von einer Nepalesin, und ein Übersetzer half uns, mit den Dorfbewohnern zu sprechen. Der Ort ist wunderschön und die Menschen, die ich dort traf,  waren sehr freundlich. Ich hatte stets die Möglichkeit, mir frei zu nehmen um Nepal zu erkunden, aber es gibt auch immer Arbeit, die getan werden muß. Es macht mich traurig, diesen Ort zu verlassen, an dem mich die Menschen in den vergangenen drei Monaten so gut behandelt haben.

Luke

Namaste, Hello, How are you? – Volunteering in Kaule 2009

Mittwoch, 08. Juli 2009

Volontär Marie

Stell dir vor, du kommst in eine Landschaft voller Hügel, es steht eine kleine Hütte mit blauen Fensterrahmen vor dir, mit Hunden, die sich in der Sonne räkeln und du wirst von den Leuten, die hier schon seit Monaten leben und arbeiten, herzlich empfangen.
Stell dir vor, du erlebst dies, nachdem du eine Woche in den schmutzigen Straßen Kathmandus herumgelaufen bist und feilschen musstest und auf einmal weisst du, dass du angekommen bist.  An diesem Ort, an dem das Projekt stattfindet – von dem aus man einen Blick auf die Stadt  Kathmandu und auf die verschneite Gebirgskette des Himalaya hat – fühlt man sich sehr schnell zuhause.
Dieses Heimatgefühl ist wichtig, vor allem wenn man in eine völlig neue und ungewohnte Gegend kommt. Aber ich machte mich sowohl mit dem naheliegenden Dorf und seinen Bewohnern schnell vertraut und sie wurden bald für mich zu einer kleinen Familie. Schon nach zwei Tagen wurden wir zu einer Hochzeit im Dorf eingeladen und einige Tage später bei einem Bauern, der am Projekt teilnimmt, zum Abendessen.
Alle anderen Projektmitglieder (1) waren auch dabei. Wir aßen das Nationalgericht „Dhaal Bhaat”, tanzten bis spät in die Nacht und verbrachten so einen wundervollen Abend miteinander.
Wie wir miteinander kommunizierten? Tja, da wir nur Englisch sprachen und die anderen nur Nepali oder Tamang, die in dieser Gegend gesprochene Sprache, versuchten wir, uns mit Händen und mit Lachen verständlich zu machen, was sehr gut funktionierte. Und warum auch nicht ein wenig Englisch lernen?
Alinas Vorschlag, den Projektteilnehmern und ihren Kindern Englisch beizubringen, wurde gleich am nächsten Tag in die Tat umgesetzt. Eine kleine Hütte war schnell gefunden und wurde, nachdem die Bauern ihre Feldarbeit und wir unsere Projektaufgaben erledigt hatten, zum abendlichen Treffpunkt: der Raum war klein und die Schüler, die sich auf dem mit Matratzen ausgelegten Boden niedergelassen hatten, zeigten großes Interesse. Es war eine überwältigende Erfahrung.
Schon auf dem Weg zu dem kleinen Klassenzimmer hatte ich das Gefühl, durch mein Heimatdorf zu spazieren, als ich in alle Richtungen die Leute mit „Namaste”, was so viel heißt wie Hallo!, grüßte. Mit Hilfe eines netten Dolmetschers aus dem Dorf unterrichteten wir zuerst die Kinder, die sehr darauf erpicht waren, ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Es machte uns großen Spaß, ihnen einfache Tänze und Lieder in englischer Sprache beizubringen. Danach kamen die Erwachsenen an die Reihe: noch vor Beginn des Unterrichts baten sie um Stift und Papier und schenkten uns einen Teller voller Erdbeeren, um sich so auf ihre Weise bei uns zu bedanken.
Bald darauf fanden schon die ersten Gespräche mit den Bauern auf Englisch statt. Auf unsere Frage: „How are you?” bekamen wir in den ersten Wochen als Antwort die Gegenfrage „How are you?” und gleich darauf großes Gelächter zurück. Doch nach einiger Zeit antworteten sie richtig und anstatt „How are you?” kam als Antwort „I am fine“, gefolgt von einem breiten Lächeln und schon sicherer klingendem Gekicher. Und als die Bauern zu unserem Haus kamen, um an der Schulung teilzunehmen, konnten wir uns auf diese Weise „unterhalten”. Und so vergingen die Tage.
Die Geschichte mit der alten Bauersfrau hat mich am meisten beeindruckt und jetzt, wo ich wieder zuhause bin, denke ich immer noch daran zurück. Ich gab ihr ein Blatt, auf das ich ihren Namen in englischer Sprache geschrieben hatte: Budda Laxmi, welches als Geschenk gedacht war. Am nächsten Tag gab sie mir das Papier zurück. Beide Seiten waren beschrieben, denn sie hatte geübt, ihren Namen zu schreiben. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte sie noch nie zuvor  einen Stift in ihrer Hand gehalten. In solchen Momenten bekommt man so viel zurück. Und so hat auch mir das ganze Projekt viel gegeben. Ich habe auch versucht, einen Beitrag zu leisten, indem ich dabei mithalf, das Projektgelände so aufzuteilen, dass Platz für neue Pflanzen entstand. Die Hüttenwände wurden mit einer Schicht Zement versehen, um sie vor heftigen Regenfällen zu schützen und um das Gelände insgesamt zu sichern.
Das Schönste an dem Projekt war für mich die Möglichkeit, so viele unterschiedliche Dinge zu tun wie Unterrichten, im Freien zu arbeiten und zu lernen, wie man Zement mischt oder wie man einen Zaun baut. Das war nur möglich, weil Alina jedem Teilnehmer freie Hand lässt, das zu tun, was man selbst für wichtig erachtet. Dadurch wurde jeder Tag zu einem neuen Abenteuer, und in Nepal ist sowieso ständig etwas los: entweder der Wassertank wird durchlässig oder es gibt einen Stromausfall. Doch mit netten Menschen wie den Freiwilligen aus anderen Ländern und vor allem mit Alina erscheinen diese Probleme kleiner und am Ende des Tages sitzen wir zusammen am Lagerfeuer und lachen darüber.
Man erkennt die vielen kleinen Schritte, die letztendlich zum Ziel des Projektes beitragen und man kann fühlen, dass die Bauern sich bewusst darüber werden, was sie noch zu tun haben, um ihre Situation zu verbessern. Und wenn man alle diese kleinen Momente zusammen nimmt, wird aus dem Projekt Kaule für einen Volontär, der mit einigen Erwartungen nach Nepal kommt und der um viele tolle Erfahrungen reicher zurückkehrt, ein großartiges Abenteuer. Ich komme zum Ende meines Berichts und es ist an der Zeit, mein “Thank you” an Alina zu richten! Allein durch ihr Organisationstalent, ihren Einsatz und ihren Enthusiasmus wurde dieses Projekt möglich!  Dhaanyaabaad, Thank you, Dankeschön!

Marie

Taylor Tappe

Dienstag, 07. Juli 2009

Taylor Tappe web

Ich habe zweimal jeweils circa eine Woche lang in Kaule gearbeitet. Bei meinem ersten Aufenthalt machte ich beim Hausbau mit und verrichtete diverse andere Arbeiten, angefangen mit Zäune ziehen, Zement mischen, Ziegel legen, über das Entwerfen und den Bau einer Waschstation bis zum Anpflanzen von zweihundert Bäumen – dabei lernte ich natürlich auch die Einheimischen kennen.
Ich hatte eine großartige Zeit. Das Zusammensein und Arbeiten mit den Dorfbewohnern, Freiwilligen und Projektkoordinatoren lief reibungslos! Ich empfehle dieses Projekt jedem, der auf der Suche nach einer friedlichen und abwechslungsreichen Erfahrung ist, durch die man einerseits die Bevölkerung vor Ort kennenlernt und die gleichzeitig genügend “westlichen Komfort” bietet, so dass man sich nicht allzu weit weg von zuhause fühlt.

Wenn ich wieder nach Nepal reisen sollte, dann nach Kaule. Das Agroforestry Projekt scheint gut zu laufen und selbst in den kurzen zwei Wochen, in denen ich dort arbeitete, habe ich so viele Fortschritte gesehen.  Ich gehe davon aus, dass die Bemühungen reiche Ernte tragen werden.
Taylor (USA)

Hi everyone,

Mittwoch, 10. Juni 2009

morgan-sanson-webIch heiße Morgane Sanson und komme aus Genf (Schweiz). Irgendwo hatte ich gelesen, dass jeder, bevor er stirbt, an zwei Orten auf dieser Welt gewesen sein sollte, und einer davon ist Nepal.  Daher entschloss ich mich, nach Nepal zu reisen und als Volontärin in einem Waisenhaus zu arbeiten. Zu Beginn machte die Betreuung der Kinder großen Spaß und ich genoss die Zeit, die wir miteinander verbrachten. Nach wenigen Wochen jedoch wurde die Arbeit sehr anstrengend, und gestaltete sich durch die Sprachbarriere umso schwieriger, da ich im Nepalesischen nur das Wort “Namaste” kenne. Nach der Erfahrung im Waisenhaus erschien mir Alinas Projekt in Kaule wie eine Erlösung: sie hatte schon Erfahrung mit Volontären und richtete alles so ein, dass wir uns gleich wohl fühlten. Alina ist 32 Jahre alt und bereitet ihre Doktorarbeit vor, wobei das Agroforestry Projekt in Kaule in Nepal ihr Studien- und Lehrobjekt ist.

Ich bin voller Bewunderung für alles, was Alina in Nepal aus eigener Kraft in Nepal auf die Beine gestellt hat: sie ist noch so jung und hat schon so viel erreicht, und ich möchte ihrem Beispiel folgen. Ihre Geduld hat mich tief beeindruckt. In Nepal wird alles „morgen” erledigt (was dort alles außer „morgen” bedeutet). Jeden Tag kommen Bauern zu Alinas Haus und schauen ihr bei der Arbeit zu. Sie lächeln, doch sie bieten dabei ihre Hilfe nicht an…. Nie erhebt sie die Stimme oder wird unhöflich und das finde ich ziemlich beeindruckend. Meine Arbeit dort bestand hauptsächlich darin, mich um die Kompostieranlage zu kümmern, den Hügel mit Kräutern zu bepflanzen, damit die Äcker in der Regenzeit vom Monsunregen nicht überschwemmt werden. Zäune wurden gebaut, das Haus wurde zementiert, das Badezimmer bekam neue Kacheln, die Wände wurden gestrichen etc…., Zwei andere weibliche Freiwillige, Claudia und Marie, unterrichteten die Bauern und ihre Kinder in Englisch, was ihnen scheinbar Freude machte, auch wenn es eine Herausforderung war, anderen Menschen eine Sprache beizubringen, von der sie zunächst nicht ein einziges Wort kennen (und andersherum sprachen die beiden kein Wort Nepalesisch). Doch beide bestätigten, dass ihnen das Unterrichten bei so motivierten Schülern großen Spaß machte, zudem die Bauern immer gut gelaunt waren und viel gelacht wurde….
Ich habe meine Zeit hier in Kaule wirklich genossen, es ist ein wunderschöner Ort, das Vereinshaus liegt auf einem Hügel oberhalb der Dorfgemeinschaft und bietet einen atemberaubenden Blick auf Kathmandu und auf die Berge und Felder etc…
Nach Kathmandu mit seiner Luft- und Umweltverschmutzung war Kaule geradezu der Himmel. Die Arbeit war erfüllend, wir konnten uns die Aktivitäten immer frei  aussuchen und wir arbeiteten die meiste Zeit über im Freien, was ich sehr genossen habe. Ich möchte auf jeden Fall wieder nach Nepal kommen und Alina besuchen und miterleben, wie weit ihr Projekt gediehen ist.
Morgane