Samstag, 15. Januar 2011
Der Agrar-Entwicklungshilfeverein Kaule e.V. „Gesellschaft für sozial nachhaltige Agrar-Projekte“ führt in dem nepalesischen Dorf Kaule, 25 km nordwestlich von Kathmandu, seit 2008 ein Agroforstwirtschaft-Projekt durch.
Dabei wandeln die Projektteilnehmer (15 Familien) Teile ihres Landes von subsistenzwirtschaftlichem Terrassenanbau mit wenigen Anbauarten in Agroforstflächen um. Die Agroforstflächen beinhalten verschiedene Bäume (Futter, Stickstofffixierer), Sträucher, Cash-Crops und andere Gemüsearten. Als Cash-Crop dienen zunächst vor allem Spargel und Kiwi. Der Anbau erfolgt rein ökologisch.
Durch die Kombination der Pflanzen kann eine verlängerte Erntezeit erreicht werden und es besteht ein Schutz vor Wettereinflüssen wie zum Beispiel Hagelstürmen und oft sehr pflanzenspezifischen Schädlingen. Zusätzlich trägt das System zur Verbesserung der Böden bei.
Die Umwandlung zur Agroforstwirtschaft benötigt einige Jahre und soll im Endeffekt einer verbesserten Lebenslage der Landwirte und einer nachhaltigeren und ökologischeren Landnutzung dienen.
Durch die Agroforstwirtschaft werden verschiedene Ernteprodukte erzeugt, die zwar in kleinerer Menge, dafür aber in höherer Diversität zur Verfügung stehen.
Da die Produktion von mehr Absatzprodukten nur dann sinnvoll ist, wenn diese auch abgesetzt werden können, soll im Rahmen dieser Abschlussarbeit der Absatzmarkt in der näheren Umgebung (Kathmandu) evaluiert und Verkaufsstrategien entworfen werden. Die Abschlussarbeit in Nepal anzufertigen bedeutet Land und Leute kennen zu lernen, das Agroforstwirtschaft-Projekt zu unterstützen, Auslandserfahrung zu sammeln und – bei der richtigen Einstellung zu Lebens- und Arbeitsbedingungen in Nepal – jede Menge Spaß zu haben.Durch Kaule e.V. wird die Betreuung, Unterkunft und Verpflegung in Kaule und die Verbindung zu lokalen wissenschaftlichen Kooperationspartnern angeboten.
Wendet Euch bei Fragen und/oder Interesse gerne an kaule-ev@web.de
Weitere Informationen zum Agroforstwirtschaft – Projekt in Kaule gibt es auch unter dem Menüpunkt Projekt Kaule Nepal.