Prämisse und Zielsetzung
Globales Ziel
Unser Ziel ist die Unterstützung von sozial nachhaltigen Agrarprojekten in Entwicklungsländern. Der Verein bezieht sich hierbei übergreifend auf die sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekte solcher Projekte.
Nachhaltigkeit bezieht sich auf die Bewahrung von Ressourcen, um den Erhalt eines Systems zum Nutzen nachfolgender Generationen zu gewährleisten. In diesem Sinne wollen wir den teilnehmenden Landwirten Material und Wissen bereitstellen, das sie auch an Nachbarn und umliegende Gemeinden weitergeben können.
Die Unterstützung durch den Verein erfolgt in Form von Förderung der Maßnahmen vor Ort und durch Informations- und Aufklärungsarbeit sowie Spendensammlungen in Deutschland.
Teilziele
Umwelt
Die Agrarprojekte dienen dem Erhalt von Lebensräumen und dem Schutz der Umwelt. Maßnahmen sind insbesondere die Anpflanzung verschiedener Pflanzenarten, um die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes zu gewährleisten. Durch eine Vergesellschaftung von Pflanzen, die sich gegenseitig im Wachstum begünstigen, wird auch die Anzahl der Tierarten, wie zum Beispiel Insekten, Vögel und Nagetiere erhöht.
Ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz ergibt sich daraus, dass eine permanent, intensive und flächendeckende Bepflanzung der Erosion entgegen wirkt und eine Reduzierung der Wasserbelastung durch kommerzielle Düngeverfahren erreicht werden kann.
Sozialwirtschaft
Eine höhere Nutzpflanzendiversität führt zu einer größeren Vielfalt an Ernteerträgen und somit einem breiteren Marktangebot. Durch die unterschiedlichen Erntezeiten der einzelnen Pflanzen hat der Landwirt außerdem eine längere Erntesaison.
Die Kombination verschiedener Pflanzenarten schützt den Anbau besser gegen Ungeziefer und Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel Hagelstürme oder artzepzifische Insekten. Dadurch ergibt sich – trotz geringeren Ertrags der einzelnen Nutzpflanze im Vergleich zu Monokulturen – ein höherer Gesamtertrag.
Ein so vergrößertes Marktangebot verhilft dem Landwirt zu mehr finanzieller Stabilität und ermöglicht ihm weiterführende Maßnahmen, wie etwa die Ausbildung der Kinder oder die Verbesserung der Gesundheitsvorsorge.
Auf Grund der geringen Erträge sind viele Landwirte gezwungen, zusätzliche Erwerbstätigkeiten anzunehmen, was dazu führt, dass ihnen kein ausreichender Freiraum für zum Beispiel eine Weiterbildung bleibt, die notwendig wäre, um ihre Situation nachhaltig zu verbessern. Liegt ihr Ernteertrag über dem Eigenbedarf, können sie ihre Produkte auf dem Markt verkaufen und erhalten so eine eigenständige Einnahmequelle, die es ihnen ermöglicht, besser für ihre sozialen Belange zu sorgen.
Traditionelle Erbteilung, in Kombination mit wachsender Bevölkerungsdichte, führt zu einer Verkleinerung der landwirtschaftlichen Anbauflächen pro Familie von Generation zu Generation und damit zu einer Verringerung ihrer jeweiligen Ernteerträge.
Dies trägt zur Verarmung der Landbevölkerung bei und führt zu einer erhöhten Abwanderung der Menschen in die Städte, wo sich die meist mittellosen Migranten in unkontrolliert wachsenden Slums niederlassen. Leider erfüllt sich der Wunsch nach besseren Lebensbedingungen in den meisten Fällen nicht, sondern verschärft eher noch die sozialen und wirtschaftlichen Probleme des jeweiligen Landes.
Durch eine Sicherung des Lebensunterhaltes der Landwirte möchten wir dieser Entwicklung lokal entgegen wirken.
Zusätzlich möchten wir die Kultivierung von Medizinpflanzen sowie kulturell und religiös bedeutsamen Pflanzen fördern, und dadurch den Erhalt traditioneller Bräuche unterstützt und die Menschen in ihrer Identität stärken.
Forschung und Entwicklung
Schließlich profitiert neben den Landwirten auch die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von unserem Projekt. Seit Beginn unseres Engagements arbeiten wir eng mit einheimischen Wissenschaftlern und Fachkräften zusammen und legen Wert auf eine wissenschaftliche Dokumentierung unserer Arbeit, die wir in Form von Publikationen veröffentlichen möchten. Dadurch soll unsere Erfahrung auch überregional Verwendung finden. Wir verstehen unser Engagement langfristig als Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel, dass regional in Zukunft selbständig nachhaltige Landwirtschaft betrieben werden kann.














