Agroforstwirtschaft-TOT-Training (Trainingsbericht)

Bericht über die TOT-Schulung (Trainers of trainers), durchgeführt von der Nepalischen Stiftung für Wald- und Agrarwirtschaft, kurz: NAF (Nepal Agroforestry Foundation), und in leitender Unterstützung durch Kaule e.V.. Der Bericht wurde in englischer Fassung von NAF im Anschluss an das Training vorgelegt. Die Übersetzung wurde von Sylvie Tiesler und Stefanie Meyer-Haake angefertigt und von Alina Schick teilweise leicht angepasst.

Erster Tag

1. Einführung

Die NAF wurde von Kaule e.V. beauftragt, sechzehn Bauern aus Nuwakot in Kaule in der TOT-Methode (Trainers of trainers) zur Agroforstwirtschaft zu schulen, was soviel bedeutet wie “Training für die Trainer”. Die Schulung war auf 13 Tage angesetzt und beinhaltete sowohl theoretische Aspekte als auch praktische Übungen. Für die Durchführung der Schulung wurde ein Lehrkörper aus insgesamt fünf Lehrern von NAF und einem Soziologen gebildet. Die von  NAF-Seite aus teilnehmenden Lehrer waren Ramji Dhakal, Krishna Kumari Rai, Ramji Sapkota, Dr.Bishnu Hari Pandit and Netra Kumari Pandit.

2. Erwartungen der Bauern

Zu Beginn der Schulung wurden die unterschiedlichen Erwartungen der Landwirte ermittelt. Dadurch war es möglich, den Unterrichtsinhalt an alle Bedürfnisse anzupassen. Die nachfolgende Liste führt die Fragen und Erwartungen der Bauern auf.

Sie möchten:

  • Die Vorteile des Agroforstwirtschaft–System (AF-Systems) kennen lernen.
  • Die Eigenschaften und Vorzüge der Pflanzen kennen lernen.
  • Verstehen, welche Pflanzenarten Bestandteil des AF-Systems sind.
  • Verstehen, inwiefern das AF-System zur Verbesserung der Lebensbedingungen beiträgt.
  • Wissen, welche Mittel für die Konversion zum AF-System benötigt werden und woraus die einzelnen Etappen bis zur Umstellung bestehen.
  • Lernen, wie ein AF-System (sinnvoll und gewinnbringend) verwaltet wird.
  • Verstehen, wie das AF System zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung beiträgt.
  • Durch die Umstellung auf das AF-System neue Obstsorten kennen lernen.
  • Lernen, wie neue Pflanzenarten angebaut werden.
  • Verstehen, was ein Agroforst-System ist und wie es sich auf die Lebensbedingungen und auf das ökologische Gleichgewicht auswirkt.
  • Schutzmaßnahmen für das AF-System entwickeln.
  • Über die im AF-System verwendeten Pflanzen kundig werden.
  • Herausfinden, woher die im AF-System typischen Pflanzen beschafft werden können.
  • Wissen über Pestizide vermittelt bekommen.

3. Ziele der Schulung

Das Hauptziel der TOT-Schulung bestand darin, eine Ackerbaumethode zu vermitteln, die sowohl auf  Wald- als auch auf Feldwirtschaft basiert.  Es handelt sich um eine Mischkultur, die das Prinzip des Agroforst-Systems ausmacht und im Vergleich zur Monokultur eine Verbesserung sowohl im sozial-ökonomischen, als auch im ökologischen Sinn darstellt. Eines der Ziele bestand darin, den Bauern dabei zu helfen, die Unterschiede zwischen der traditionellen und dieser neuen Anbaumethode zu erkennen, sowie auch zu verstehen, dass sich mit dem neuen System die allgemeinen Lebensbedingungen verbessern lassen. Das neue System ermöglicht den Bauern eine autonome Arbeitsweise, wodurch die  Entwicklung der Dorfgemeinschaft insgesamt einen höheren Stand erreichen soll. Im Folgenden sind die Ziele aufgelistet, die bei der Gestaltung der gesamten TOT-Schulung als Richtlinien galten:

  1. Die Teilnehmer werden das AF-System verstehen lernen: seine Bedeutung, seine wesentlichen Merkmale und die Auswirkungen auf den Viehbestand, die Gesundheit der Dorfbewohner und die wirtschaftliche Entwicklung.
  2. Die Teilnehmer werden angeleitet, eigene Trainingsgruppen zu bilden und ihr Wissen über das AF-System, die Verwaltung von Obstbäumen und das Anlegen von eigenen Ziehgärten an andere Bauern weiterzugeben.
  3. Die Teilnehmer lernen neue Methoden zur Verwaltung der  kommunalen Waldgebiete kennen, sowie der Walderzeugnisse, die nicht aus Holz sind (zu englisch: Non-Timber Forest Products, hiernach: NTFPs), sie erfahren mehr über die Bedeutung dieser Waldwirtschaft und über kombinierte unterschiedliche Anbaumethoden.
  4. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich über Heckenanpflanzungen, Bodenschutz, Pflanzen, die den Stickstoff im Boden binden und deren sonstige Auswirkung auf den Boden kundig zu machen.
  5. Die Teilnehmer können alle Daten, die für die Feld- und Waldwirtschaft relevant sind, mithilfe des PRA-Systems speichern.
  6. Die Teilnehmer können die von der NAF zur Verfügung gestellten Hilfsmittel einsetzen.
  7. Die Teilnehmer werden die für den Af-Feldbau wichtigen Pflanzenarten kennen lernen und erfahren, wie diese zu pflegen sind, u.a. in welcher Entfernung  voneinander die einzelnen Keimlinge einzupflanzen sind, welche unterschiedlichen Anbaumethoden es gibt, wie die Gräser geerntet werden,  welche Methoden zur Verwaltung des Af-Systems zur Auswahl stehen.
  8. Nach der Demonstration durch die Agroforst-Baumschule werden die Teilnehmer sich dieses Wissen und auch die notwendigen Fertigkeiten zu Eigen gemacht haben. Im Anschluss an die Vorführung erstellen sie ihren eigenen Arbeitsplan zur Einführung in das Agroforst-System.
  9. Die Teilnehmer lernen dann, den Viehbestand zu verwalten, und sie werden verstehen, welche Bedeutung er innerhalb des Systems hat.

4. Diskussion über das Agroforst-System

Nach Ansicht der Bauern wird das AF-System aus den folgenden Komponenten gebildet:

  • Eine Kombination aus Ernteerzeugnissen von Feld- und Baumfrüchten , die auf derselben Landfläche angebaut werden.
  • Eine Kombination aus Heilpflanzen und aus NFTPs, aus Vogelzucht, Imkereien sowie Fischzucht in Teichen.
  • Eine Mischung aus Gräsern, Bäumen und landwirtschaftlichen Pflanzen.
  • Eine  Quelle, die  gleichzeitig Pflanzen, Tiere, Futtermittel wie Gräser bietet.
  • Die Gesundheit soll durch dieses System verbessert und der Alkoholkonsum eingestellt werden (d.h. kein Wein mehr)
  • Eine Quelle für unterschiedliche NTFP-Arten und für aus der Landwirtschaft gewonnene Nahrungsmittel.

5. Diskussion über Futtermittel, einschließlich der folgenden Futterpflanzen:

Dhudilo, Paiyo, Sagur, Kutilo, Chuletra, Nimaro, Kimbhu, Khanayo, Bhadar , Khadraso, Tanki, Koiralo, Sil, Timur (nepalische Namen)

6. Diskussion über Futterpflanzen, d.h. Gräser, einschliesslich der folgenden Grassorten, die man in Kaule findet:

Kans, Siru, Kharo, Phurke, Banso, Raucha, Nepiar, Malasses, Salimbur, Hatibandon, Maslahari, Kuku, Dhubo, Klohbar, Ratnaulo, Saterio (nepalische Namen)


Zweiter Tag

1. Bericht zum ersten Tag

2. Aufteilung der täglichen Pflichten

Wie folgt an:

  • Eine Person, die Protokoll führt.
  • Eine Person, die das Wissen vom Vortag auswertet und wiederholt.
  • Eine Person, die sich als Projektleiter(in) darum kümmert, dass die täglichen Aufgaben erledigt werden.
  • Eine Person, die für die Unterhaltung in den Pausen sorgt (Spiele, Musik, Tanz).

3. Die Bedeutung des AF-Systems nach Ansicht der Bauern

  1. Leichter Zugang zu Heizmaterial, Holz und Futter
  2. Verbesserung der Qualität des Erdbodens
  3. Waldschutz
  4. Schutz gegen Erosion
  5. Zeitersparnis, da durch das AF-System die Notwendigkeit entfällt, in den Wald zu gehen um Futter zu sammeln
  6. Die Gefahr, sich durch Unfälle Behinderungen zuzuziehen, verringert sich
  7. Schutz der Wasserquellen
  8. Schutz der natürlichen Umgebung
  9. Gelegenheit, die neuen Fertigkeiten und das Wissen anzuwenden
  10. Verbesserte Umweltbedingungen
  11. Verbesserte wirtschaftliche Lage
  12. Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
  13. Verbesserte Ausbildung und Gesundheit
  14. Verringerter Ausbruch von Krankheiten

4.Diskussion über weitere Entwicklungsschritte

- Information
- Interesse
- reale Möglichkeiten

- Erfahrung

- nachhaltige Reproduktion des AF-Systems

5.    Diskussion über die Gruppe der teilnehmenden Bauern

Was macht ein effektiv zusammenarbeitendes Team aus?
Es handelt sich um eine Gruppe von zwei oder mehr Menschen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, und die dabei nach ihren eigenen Abmachungen und Regeln vorgehen.

Was rechtfertigt die Existenz einer Gruppe?
Eine Gruppe dient dazu, die einzelnen Mitglieder zu stärken, sich gegenseitig zu helfen, um die Einzeletappen zu bewältigen und um das gemeinsame Ziel leichter zu erreichen.

Wer sind typischerweise die Teilnehmer einer Gruppe?
Es sind Menschen, die ähnlichen Problemen gegenüberstehen, oder die dieselben Wünsche und Ziele zu verwirklichen versuchen.

Was macht den Wert von Gruppen aus, die das AF-System umsetzen?
Sie sind deshalb wichtig, weil sie die Fertigkeiten und das Wissen umsetzen, die sich die Teilnehmer bei der Trainer-Schulung angeeignet haben, und weil es wichtig ist, alle weiteren Früchte ihrer Arbeit gemeinsam zu ernten.

Wie werden die Teilnehmer und Ausschussmitglieder einer AF-Gruppe gewählt?

Sie werden in direkter Abstimmung durch alle Gruppenmitglieder gewählt.

6.    Agroforst-Systeme

Wir unterscheiden zwischen drei verschiedenen AF-Systemen, die für die Bauern in Kaule von Bedeutung sein können:

1. Der Waldfeldbau oder das Silvi-Agro System
In diesem System liegt die Priorität auf dem Wald. Für den Fall, dass noch kein Waldbestand existiert, können Bauern, die kein eigenes Land besitzen, die Flächen aus öffentlichem Eigentum (Gemeinschaftswald) bewirtschaften.

2. Der ländliche Feldwaldbau oder das pastorale Agro-Silvi System
In diesem System liegt der Schwerpunkt auf der Beweidung. Das Land als Weideland, den landwirtschaftlichen Anbau und für den Waldbau genutzt.

3. Der Feldwaldbau oder das Agro-Silvi System

In diesem System ist der Ackerbau am wichtigsten. Elemente dabei sind Tierfutter, Bäume und Pflanzen, die den Stickstoff im Boden binden, und die an den Terassenrändern angebaut werden. Ein- und dieselbe Landfläche bietet Feldfrüchte, Tierfutter, Obst, Feuerholz und NTFPs, ohne dadurch die landwirtschaftliche Produktion zu beeinträchtigen.

7.    Eigenschaften der Feldwaldbau-Systeme (Agro-Silvi System)

  • Positive Auswirkungen auf die Landwirtschaft
  • Verminderter Dungverlust
  • Eine Durchmischung der Anbaupflanzen – dies begünstigt die Verringerung von Pflanzen-Krankheiten und Schädlingen
  • Verringerung der Erosion
  • Weniger Zeitaufwand für das Bewirtschaften der Felder
  • Die Verwaltung des Tierbestandes hilft, den Verlust von Anbaupflanzen in Grenzen zu halten
  • Ganzjährige Erntezyklen /längerer Erntekalender
  • Aus den oben genannten Faktoren ergibt sich ein höheres Einkommen

8. Verwaltung des Tierbestand und der Haushalte

  • Geregelte Fütterungszeiten des Viehs
  • Nahrung für Mensch und Tier kann leichter geerntet werden
  • Der Viehbestand erhöht sich
  • Das Einkommen wird durch den vergrößerten Viehbestand erhöht
  • Ein gut geführter und überwachter Zeitplan für die Bepflanzung

9. Die Auswirkungen des Feldwaldbaus auf die Tiere, die menschliche Gesundheit und auf den wirtschaftlichen Status

  • Der Viehbestand vergrößert sich
  • Das Einkommen wird effektiv zur Verbesserung der Lebenssituation eingesetzt
  • Zeitersparnis – verringerte Arbeitszeiten
  • Verbesserung der menschlichen Gesundheit und der Bedingungen für Flora und Fauna
  • Verbesserte Lebensbedingungen der Bauern
  • Verbesserte Verarbeitungsprozesse für organischen Abfall, d.h. Kompost
  • Vermehrtes Wissen und Fertigkeiten

10. NAF führt Bildmaterial zur Aufklärung über das AF System vor

Die Bauern schienen das visuelle Informationsmaterial besser aufzunehmen, die Bilder mit dem fertigen System schienen einprägsamer zu sein als Worte. Eines der Bilder zum Beispiel zeigte die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren in der Feld- und Waldwirtschaft. Die Bilder illustrierten die Dynamik der Beziehungen zwischen allen an Af beteiligten Elementen.


Dritter Tag

1.Diskussion über die Sitzungen des Vortags

– was wurde dazugelernt und verstanden

2.Diskussion über die Vorteile und den Nutzen des AF Systems:

  • Durch die Produktion von Gras und Futter wird die Viehzucht günstig beeinflusst.
  • Auf ein- und derselben Landfläche können verschiedene Produkte angebaut werden.
  • Die Wälder werden geschont, denn Tierfutter, Feuerholz und Holz können auf den privaten Anbauflächen der Bauern geerntet werden.
  • Das Einkommen der Dorfbewohner erhöht sich.
  • Das AF System  ermöglicht eine bessere Kontrolle der Erosion und hilft, die Bodenqualität zu verbessern.
  • Nutzung von Brachland.
  • Umweltschutz.
  • Zeitersparnis – die Zeit kann effektiv genutzt werden für andere Aktivitäten wie zum Beispiel für die Kindererziehung, die Gesundheitsvorsorge usw.
  • Die Anbaupflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten.
  • Durch das Einsammeln von Saatgut kann Einkommen generiert werden.
  • Verbesserter Gesundheitszustand.
  • Zugang zu Futtergras, Feuerholz, Treibstoff, Holz und Obst.
  • Die Lebensumstände vereinfachen sich dadurch, dass es nicht mehr so oft nötig ist, schwere Dinge zu tragen.
  • Unterstützung bei der Ausbildung / Erziehung

3.Die Nachteile des AF-Systems

Sollte es bei der praktischen Umsetzung des AF-Systems an Bedacht mangeln, so kann sich dies unter unglücklichen Umständen ungünstig auf die Feldpflanzen auswirken – wenn zum Beispiel der Ort, an dem die Bäume wachsen sollen, nicht sorgfältig genug ausgesucht wurde, und ihr Schatten auf die gedeihende Saat im Feld fällt und durch den Schatten das Wachstum beeinträchtigt wird. Gleichermaßen können die Wurzeln von besonders großen Bäumen bis in das Feld hineinreichen und das Wachstum der Feldfrüchte einschränken. Die Wurzeln könnten sich auch beim Pflügen als hinderlich erweisen.

Die Bauern konnten dabei jedoch nicht die Komplexität des Systems für Probleme verantwortlich machen, wenn der eigentliche Grund für Probleme darin bestand, dass die Menschen die Regeln nicht befolgten.

4.Besuch auf einem Bauernhof (Land von Jas Rams)

Bei dem Besuch kamen Lehrer Ramji Dhakal und Landbesitzer Jas Ram zusammen. Wir stellten fest, dass die Verwaltung von Dung gut vonstatten ging, denn es gibt eine Sammelstelle für den (tierischen) Urin. Weiterhin stellten wir fest, dass Futterpflanzen auf den Terrassenfeldrändern angebaut worden waren und Gemüsesorten mitten auf den Feldern. Bei dem Besuch hörte der Landeigentümer meistens zu und war eher als Vermittler zwischen den Gesprächspartnern tätig.

5.Welches Wissen erwirbt man durch eine Feldstudie? (Aus der Sicht der Bauern)

  • Managementsystem für Dung.
  • Unterschiedliche Arten, Dung zu kompostieren .
  • Methoden zum Auffangen von Dung und Urin.
  • Methodisches Bepflanzen der Felder: Obst und Futterpflanzen am Feldrand und Getreide auf den Feldflächen.
  • Bäume schaden der Feldsaat nicht, sofern sie am richtigen Ort gepflanzt werden.
  • Bäume, Getreide, Futterpflanzen, Gemüse und Gräser können alle in ein- und demselben Feld angebaut werden.
  • In der Nähe der Wohnstätten können Wasserstellen angelegt werden.
  • Das Einkommen erhöht sich auf kleineren Landparzellen / Landflächen.
  • Landwirtschaftliche Erzeugnisse können auf den Feldern angebaut werden.
  • Durch die Bepflanzung der Feldränder mit Bäumen wird das Risiko der Erosion besser kontrolliert.
  • Wenn wir nur wollen, können wir alles!

6.Diskussion zum Thema Lehrer

Was macht einen Lehrer aus?

Ein Lehrer ist eine Person, die fähig ist, Wissen zu vermitteln, und die genügend Fachwissen mitbringt.

Über welche Eigenschaften sollte ein guter Lehrer verfügen?

Ein guter Lehrer sollte sich gut ausdrücken können, sich mit den Problemen der Bauern und mit der Agrarwirtschaft auskennen, aktiv sein, einen guten Charakter haben, vertrauend, eine einfache Sprache und mit gutem Beispiel vorangehen.

7.Diskussion über die Pflanzenarten, die in den Mid-Hills gefunden wurden:

  1. Nutzung Pflanzenarten Kommt folgenden Gruppen zugute
    Futter Badhar, Koiralo, Tanki, Gidhari, Dhabdhabe, Kavro, Kutmiro, Chuletro, Gogan, Dhudhilo, Nimaro, Kimbhu, Pakhuri, Epil Epil, Githo, Rai Khanayo, Gayo, Siltimour Frauen
    Feuerholz Utis, Bakaino, Chilaune, Sallo, Siris, Katus Frauen
    Holz Salla, Chilaune, Bakaaino, Sagur, Paiyu, Champ Männern
    MTPs Chiuri, Lapsi, Badhar, Amala, Kimbhu, Ritha Frauen und Männern
    Gründünger Ashuro, Siris, Khiro, Bhakaino, Dhaicha, Saghiwan, Titepati, Snahamp, Sesbaneya, Banmara Frauen und Männern
    Windschutz Siso, Epil Epil, Siris, Utis, Tanki, Simali, Bans Frauen und Männern
    Heckenreihe Sajiwan, Simali,Asuro, Phaledho, Nilkarda, Bans, Nijgalo, Calindra Frauen und Männern

Vierter Tag

1.Wiederholung des vorigen Tages

2.Auswertung des Vortages

3.Diskussion über die Bewirtschaftung der Höfe

Was ist ein Bauernhof?

Ein Bauernhof ist ein Ort, an dem Pflanzen zu wirtschaftlichen Zwecken angebaut werden.

Welche Elemente kann man auf einem Gut, das nach dem Agroforstwirtschaft-Prinzip funktioniert, vorfinden?

Futter, Gräser, medizinische Pflanzen, Obst, Gemüse, Getreide, Vieh, Teiche für die Fischzucht, Bäume, Büsche, stickstoffbindende Pflanzen, Feldfrüchte, die schnellen Gewinn einbringen.

Welche Art von Fischteich:

auf einem AF-Bauernhof reicht es, einen einfachen Fischteich anzulegen.

Welche Baumarten:

jeder Baum, der dem Getreide keinen Schaden zufügt.

Welche Büsche:

alle Buschsorten, die den Feldpflanzen keinen Schaden zufügen.

Welche stickstoffbindenden Pflanzen:

Leguminosen wie zum Beispiel Epil, Tanki, Bhatmase etc.

Welche Feldfrüchte:

solche, die hauptsächlich angebaut werden, um schnellen Gewinn einzubringen, zum Beispiel Zuckerrohr, Senf, Spargel, Kiwi, usw..

Welchen Nutzen haben AF-Bauernhöfe und AF-Anbaumethoden:

Sie erzeugen Einkommen, schützen die Gesundheit, erzeugen Viehfutter und Feuerholz, Verwaltung vom Viehbestand, eine verbesserte Bodenqualität, die Kontrolle über potentielle Bodenerosion, einen geregelten Arbeitstag, die Umwelt wird geschont, erzeugen Nahrung und Nährstoffe, schaffen Arbeitsplätze, verbessern den Gesundheitszustand der Pflanzen und verringern die Zahl der Krankheiten, bietet Unterkunft, Schutz vor Winderosion, der Boden bleibt feucht, Nährstoffe werden nicht weggeschwemmt, sondern bleiben im Boden, eine vergrößerte Artenvielfalt (Biodiversität an Pflanzen und Tieren).

5.Ein Bild wird gezeichnet, das ein Modell eines AF-Bauernhofes zeigt

6.Vor Ort gefundene Pflanzenarten (lokale Namen):

  1. S.N Pflanzensorte Leguminose Verwendung
    1 Dhudilo - Futter, Brennholz
    2 Bhatmase v Futter, Brennholz
    3 Epil v Futter, Brennholz
    4 Tanki v Futter, Brennholz
    5 Raikhanayu - Futter, Brennholz
    6 Nimaro - Futter, Brennholz
    7 Khasreto - Futter, Brennholz
    8 Kimbhu - Futter, Brennholz
    9 Kutmiro - Futter, Brennholz
    10 Chuletro - Futter, Brennholz
    11 Gogan - Futter, Brennholz
    12 Masurekatus - Futter, Brennholz, Holz
    13 Phalat v Futter, Brennholz, Holz
    14 Koiralo v Futter, Brennholz, Holz
    15 Champ - Futter, Brennholz, Holz
    16 Bhadhar - Futter, Brennholz, Holz
    17 Kalosiris v Futter, Brennholz, Holz
    18 Sagur - Futter, Brennholz
    19 Napier - Gras
    20 Sateriya - Gras
    21 Ghaighans - Gras
    22 Whitecalobhar - Gras
    23 Raighans - Gras
    24 Badameghans - Gras
    25 Mathnapier - Gars
    26 Amriso - Gras, Brennstoff
    27 Nigalo (Small bamboo) - Gras, Brennstoff
    28 Bans (Bamboo) - Gras, Brennstof

7.Planung für den Anbau nach der Agroforst-Methode

Schätzung der benötigten Grasmenge:

Wie groß ist der Viehbestand des Bauern?

Wie viel Gras wird in einem Jahr verfüttert?

Über wie viel Grasfläche verfügt der Bauer?

Beispiel:
Eine Einheit entspricht der Menge Gras, die ein Büffel an einem Tag frisst.
1 Einheit (E) = 9kg Heu und / oder 25kg Gras, an einem Tag verfüttert.
1 Büffel benötigt eine (1) Einheit
1 Kalb benötigt eine halbe (0.5) Einheiten
2 Stiere benötigen dreieinhalb (3.5) Einheiten
5 Ziegen benötigen eine halbe (0.5) Einheit
2 Zicklein verbrauchen pro Tag eine zehntel (0.1) Einheit
Der gesamte Viehbestand benötigt im Bsp. in etwa 5.6 Einheiten (Schätzung)

Insgesamt benötigen also 5.6 Einheiten Vieh jeden Monat 1512kg Heu und / oder 4200kg Gras. (Monat =30Tage)

Auf einem Quadratmeter können 30-40kg Gras produziert werden.
Wenn ein Bauer jährlich 8.000 Kg Gras benötigt, muss er 200 Pflanzen einer Mischung aus Futterpflanzen und Gras pflanzen, das Ganze auf 1022 Quadratmetern.

Wie viel Landfläche wird für 5.6 Einheiten für das Vieh benötigt?

Antwort: 9kg Heu + 25kg Gras x 5.6 Einheiten Vieh.

(Je nach Tierart und zur Verfügung stehendem Futter kann die Antwort ganz unterschiedlich ausfallen.)

8.Auswahlkriterien für die Baumarten die geerntet werden können:

  • Der Baum muss gesund sein.
  • Er muss schon einige Jahre alt sein und Früchte tragen können.
  • Er muss voll aufgeblüht sein.
  • Für die Futterherstellung sollten Bäume mit möglichst vielen Ästen verwendet werden.
  • Für Holz sollten Bäume ausgewählt werden, die einen geraden Stamm haben, hochgewachsen sind und die wenige Äste haben.
  • Bäume mit vielen Zweigen sollten für Feuerholz verwendet werden.

9.Das Säubern und Aussortieren beim Saatgut

Bei Pflanzenarten mit fleischigen Blatt sollten die Samen mit Asche und mit Wasser gewaschen werden.

Leguminosen sollten in der Sonne trocknen. Sobald sie getrocknet sind, sollten sie mit einem Stock bearbeitet werden, so dass die Samen herausfallen. Die Samen sollten an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

10.Beim Agroforst-System gibt es verschiedene Methoden, Pflanzen zu züchten / ziehen

  • Aus Samen
  • Aus Sprösslingen
  • Beginnend mit der vegetativen Vermehrung

Fünfter Tag

1.Bericht über die Geschehnisse des Vortages

2.Auswertung des Vortages

3.Diskussion über das am Vortag Gelernte

4.Einführung von Gemüsesorten, die in das Agroforst-System passen

  1. Gemüsesorten Inhaltsstoffe
    Gurke Vitamin B, D
    Karela (Bitter gourd) Vitamin A, B, C, Kalzium
    Kürbis Vitamin A, B, C
    Lauka (Kürbisart) A, B, C, Kalzium, Eisen
    Vede Kursani (Grüne Chili) Vitamin C
    Chili Vitamin A, C
    Distel Vitamin A, C, Kalzium, Eisen, Proteine
    Blumenkohlsorten:
    Wachstumsperiode
    Silver cup 35 Tage
    Milkway 55 -60 Tage
    White flash 55 -60 Tage
    Snow crown 80 – 100 Tage
    Snow castik 85 – 110 Tage
    Kibo giant 120 – 160 Tage
    Kohlsorten:
    Nepali green
    Green gridinate
    Ray (mustard green)
    Khumal Chauda / Kalegi
    Marfa Chauda / Kalegi
    Local Kalo
    Tomatensorten:
    Bises Special
    Sirjana
    Lapse

5.Kriterien für die Auswahl der Landfläche für den Anbau von Gemüse

  • Bedingungen – Temperatur und Lichteinfall
  • Wand als Windschutz– entweder natürlich oder von Menschenhand geschaffen (ein Gemüsebeet sollte vor dem Wind geschützt werden)
  • Bewässerung – Zugang zu einer Wasserquelle
  • Einfacher Zugang zu den Beeten
  • Geeigneter Ackerboden

6.Auswahlkriterien für Böden, die für den Anbau von Gemüse geeignet sind

  • Kompost 5%
  • pH 5.5 – 6.5
  • Regenwürmer 100 – 150 pro m2
  • Eine feine, luftdurchlässige Erde ist für den Anbau von Gemüse geeignet

7. Kompostabfall für den Anbau von Gemüse

Für 1 Ropani Land (wobei 1 Ropani 503.74m2 Landfläche entsprechen) werden 1000kg pflanzlicher Dünger benötigt.
1000kg = 25-30 Doko (Doko = Ladung Dünger, der in eine aus Bambus gefertigten Trage geladen und von den Bauern auf dem Rücken getragen wird)

8. Gemüsebeete

Verwendet wird: Schlamm, der aus einer Mischung aus Waldboden, Sand und Dung gebildet wird.
Mischung: 2 Teile Waldboden, 1 Teil Sand und 1 Teil Dung.
Beim Anlegen der Gemüsebeete sollte darauf geachtet werden, dass die Beete die richtige Grösse haben. Sie sollten mindestens einen Meter lang und einen Meter breit sein und 6 inch (dies entspricht ca. 18 cm) tief. Ein Rand aus Steinen, Ziegeln oder Holz sollte die Beete begrenzen, dann kann die Schlammmischung eingefüllt werden.
Alternativ können auch Plastiktüten mit Erde gefüllt werden und diese können dann nebeneinander auf dem Beet platziert werden.
(Vorsicht bei der Alternative: Plastiktüten verschmutzen die Umwelt. Vergewissern Sie sich, dass die Tüten nach dem Bepflanzen von den Beeten genommen werden, da sie insgesamt etwa 100 Jahre brauchen, um biologisch vollständig abgebaut zu sein. Ausserdem verhindern sie die Sauerstoffzufuhr in den Erboden und schaffen so anaerobe Bedingungen.)

9. Pflanzenarten, die für Gemüsebeete und Plastiktüten geeignet sind

  1. Frühbeet Plastiktüte
    Chili Gurke
    Tomate Kürbis
    Blumenkohl Squash (Kürbisart)
    Kohl Bitter Gourd (Kürbisart)
    Zwiebel

10.Lokale organische Pestizide

Neem                  2 Hände voll

Ringelblume    2 Hände voll

Chili                 4-5 Hände voll

Zwiebel          3-4 Hände voll

Knoblauch   3-4 Hände voll

Mahlen und vermischen Sie 0,5l der o.g. Zutaten mit einem halben Liter Wasser. Bringen Sie in einem weiteren Topf 10g Seife pro Liter Wasser zum Kochen. Vermengen Sie das Ganze und filtern Sie es. Besprühen Sie die Pflanzen mit der so gewonnenen Flüssigkeit.

Natürliche Pestizide:

Pflanzen züchtet, die die Schmetterlingssorte Titepati Bakaino anlocken.

Gegen Insekten:

Ein Urin-Gemisch von Büffel/Kuh und Wasser im Verhältnis 1: 4 ratio (nützlich sowohl als Insektenschutzmittel und Dung)
Gegen rote Ameisen: ein Teil flüssigen Tabak (ein paar Gramm Tabak mehrere Stunden lang in Wasser legen), ein Teil Urin vom Büffel beziehungsweise von der Kuh und zwei Teile Wasser. Besprühen Sie den unteren Teil der Pflanze mit dieser Mischung.

11.Verschiedene Anbauzwecke

  • Privater Anbau (zu kommerziellen Zwecken)
  • Anbau für die Gemeinschaft
  • Anbau für den Eigenbedarf

12.Unterschiedliche Arten von Gemüsebeeten

  • Hoch – Beet
  • Kasten – Beet

13.Behandlung von Samen gegen Krankheiten und Insekten

Geben Sie die Samen zwei bis drei Minuten in einen Topf mit heissem, abgekochtem Wasser und decken sie zu. (Bsp. an Epil Samen)

14.Grassorten

  1. Stilo
    Molasses
    Rai Gras
    Tai Gras
    NB-21
    Nepier

15. Gruppen-Diskussion über verschiedene Samensorten

Wann ist der beste Moment für das Einsammeln der Samen und wie lange können Samen aufbewahrt werden?


Sechster und siebter Tag

(Schulung von Rajan Ghimire IAAS / TU, Nepal)

1. Inhalt der Schulung

  1. Das Konzept von lebendigem Boden / biologisch aktivem Boden
  2. Lebender Boden für eine gelungene Land- und Waldwirtschaft
  3. Voraussetzungen für einen Boden, der in gutem Zustand und für das Agroforestry-System geeignet ist
  4. Verwaltungsmethoden, um den guten Zustand des Bodens zu erhalten
  5. Pflanzliche Nährstoffe, die der Gesundheit von Boden, Nutzpflanzen und Menschen Rechnung tragen
  6. Kompost, Qualität und Gebrauch
  7. Wechselfolge und Verwaltung von Feldfrüchten
  8. Verwaltung des bestellten Landes
  9. Verwaltung von überschüssigen Feldfrüchten
  10. Verwaltung des Feuchtigkeitsgehaltes im Boden
  11. Methoden zur Erhaltung des Bodens und zum Schutz vor Erosion bei der Bewirtschaftung von Feldern, die am Abhang eines Hügels liegen
  12. Demonstration, wie Bauern die Qualität ihrer Nutzböden testen können
  13. Demonstration und Übungen durch die Anwendung von Methoden zum Erhalten von und zur Verwaltung von Gefällen
  14. Demonstration, wie flüssiger Dung aus lokal wachsenden Pflanzen hergestellt werden kann

2. Einführung

Ein Boden bildet die unkonsolidierte Oberfläche von Erde, die aus organischen und anorganischen Elementen gebildet wird und den Pflanzen den nötigen Halt bietet, ihnen Nährstoffe, Wasser und Luft zufügt, damit sie wachsen. Weiterhin findet man im Boden Mikroorganismen, die Mineralien zur Lebenserhaltung wiederverwerten. Alle diese Elemente bilden die Lebensgrundlage der Bauern. Die Bodenverwaltung bei der nachhaltigen Wald- und Feldwirtschaft setzt voraus, dass ein aktiver und lebendiger Boden lange genug gepflegt wird, um für die Bauern produktiv und rentabel zu bleiben. Damit dieses Vorhaben gelingt, muss jeder, der Bodenflächen bebaut, das System Boden und die Voraussetzungen zu seinem Erhalt umfassend verstehen.
Jedes Bodensystem sollte als lebendes Wesen betrachtet werden. Jedem Boden müssen zum richtigen Zeitpunkt Nährstoffe zugefügt werden, er muss verändert werden, wenn trocken, muss er bewässert werden, er muss nach natürlichen Massstäben bepflanzt und gegen Erosion geschützt werden. Problematische Böden sollten ruhen, um wieder für den Anbau nutzbar zu sein. Die vor Ort entwickelten Technologien sollten in andere hochentwickelte Technologien integriert werden und können unsere Böden produktiver, fruchtbarer und stärker für unsere kommenden Generationen machen. Daher deckte die zweitägige Schulung das Konzept des lebendigen Bodens und nachhaltige/praktische Methoden der Verwaltung von lebendem/produktiv nutzbarem Boden im AF System ab. Zu der zweitägigen Schulung gehörten auch praktische Hilfsmittel, sowie eine Demonstration und ein Ausflug.

3. Lektionen aus der Schulung

3.1 Gegenseitige Vorstellung der Teilnehmer, der Thematik und des Schulungsinhaltes

Das gegenseitige Vorstellen der Teilnehmer und des Schulungsleiters ist ein wichtiger Aspekt, der das effektive Lernen fördert. Daher stellten wir uns vor und erzählten, wo wir herkommen. Dieser Schritt war ein wichtiger Einstieg in die Thematik. Als nächstes wurden mit den Teilnehmern die Aktivitäten zum Thema Bodenverwaltung für die nächsten zwei Tage geplant, mit dem weiteren Ziel, sich ein Bild über die Erwartungen der Bauern zu verschaffen. Der Schulungsleiter führte in kurz in die Thematik ein und bereitete dann (gemeinsam mit den Teilnehmern) die Liste der Aufgaben vor, die für die nächsten zwei Tage anstanden. In dieser zwei Tage dauernden Sitzung bearbeiteten wir die folgenden technischen Inhalte:

  1. Das Konzept des lebendigen Bodens / biologisch aktiven Bodens
  2. Ein lebendiger Boden, Voraussetzung für effektive Land- und Waldwirtschaft
  3. Rahmenbedingungen für einen gesunden und ertragreichen Boden für Agroforstwirtschaft
  4. Unterschiedliche Optionen, um einen gesunden, ertragreichen Boden zu erhalten
  5. Pflanzliche Nährstoffe, die der Gesundheit von Boden, Nutzpflanzen und Menschen zuträglich sind
  6. Kompost, Qualität und Gebrauch
  7. Wechselwirtschaft und Verwaltung von Nutzpflanzen
  8. Bestellen der Felder
  9. Bearbeitung  von Nutzpflanzen Rückständen
  10. Erhaltung der Feuchtigkeit der Böden
  11. Methoden zur Erhaltung von bebaubarem Land in Hügelgegenden im Fall von Erosion
  12. Praktische Übungen und Vorführungen, in Bezug auf o.g. Themen

3.2  Kann man Nährboden als lebendig bezeichnen?

Diese Lektion hatte das Konzept von lebendigem Boden zum Thema, dem grössten biologischen Labor, das Millionen und Abermillionen Mikroorganismen enthält, die Tag und Nacht an der Zersetzung von organischen Stoffen arbeiten, der Wiederverwertung von Nährstoffen und der Regulierung der im Boden stattfindenden Bodenprozesse (siehe Tabelle 1).

Als erstes wurden die Bauern nach ihrer Meinung befragt, ob sie den Boden als lebendes Objekt ansehen oder nicht. Dem folgte eine Diskussion über das Konzept von lebendigem Boden.

Tabelle 1. Anzahl von lebenden Organismen,  die in einem Gramm gesunden Boden leben.

SN Organismen Anzahl
1 Bakterien 108 – 109
2 Actinomyceten 107 – 108
3 Pilze 105 – 106
4 Algen 104 – 105
5 Protozoen 104 – 105
6 Regenwürmer 30 – 300 /m2

Ein Boden an sich ist kein lebendes Element, aber alle Verwandlungsprozesse in einem Boden erwecken ihn zum Leben. Die Oberschicht eines Bodens besteht aus unterschiedlichen Partikeln inklusive Sand, Schlick und Lehm, die in unterschiedlichen Mengen vorkommen, doch eine natürliche oder von Menschenhand geformte Mischung bildet noch keinen realen Boden und erlaubt es nicht unbedingt, Nutzpflanzen zu ziehen.

Zu den Gesteinspartikeln kommen in einer oberen Bodenschicht noch eine komplexe Ansammlung an lebenden Kreaturen, teils sichtbar und teils nicht, in der Organismen vertreten sind, die jede ihre eigene Ernährungsstrategie haben (und unterschiedliche Energiequellen nutzen), die sich an die Umweltbedingungen anpassen, und sowohl gegen- als auch miteinander ums Überleben kämpfen.

Zu den lebenden Organismen im Boden gehören Bakterien, Pilze, Protozoen (Einzeller), Nematoden (winzige, nicht-segmentierte Würmer), Arthropoden (Insekten, die unter dem Mikroskop einige Zentimeter lang sind, u.a. Spinnen, Milben, Tausendfüssler etc.), Erdwürmer, und grössere Lebewesen wie Maulwürfe und Wühlmäuse, selbst Ziesel, die bei der Wiederverwertung von Nährstoffen und dem Erhalten einer guten Bodenstruktur eine wichtige Rolle spielen.

3.3 Methoden der Bodenbearbeitung – Voraussetzungen für eine gute Bodenqualität

In diesem Abschnitt wurden die Bedingungen für eine gute Bodenqualität bestimmt. Die unterschiedlichen Voraussetzungen, die ein Boden nach Meinung der Bauern erfüllen muss, um für die Landwirtschaft und für die Land- und Waldwirtschaft (AF) geeignet zu sein, wurde in Druckbuchstaben aufgeschrieben und in Kategorien eingeteilt. Zuguterletzt wurden die Grundvoraussetzungen am Rande graphisch dargestellt.

Von allen Verwaltungsmassnahmen ist die allerwichtigste, den auf dem Betriebssgelände  anfallenden Dung richtig zu verwerten. Daher haben wir dies als ersten Faktor besprochen. Wir überlegten, welche Methode am geeignetsten sei, um die Qualität von Mist, der auf dem Bauernhof entsteht, zu verbessern und um die enthaltenen Nährstoffe zurückzubehalten. Um das Verständnis der Bauern für das Thema zu förden, wurden einige Exemplare von Mist unterschiedlicher Qualität gezeigt. Dort, wo Mist vom Bauernhof entweder nicht in genügender Menge oder gar nicht erhältlich ist, können Bauern Kompost verwenden. Aus diesem Grund wurden in dieser Stunde auch unterschiedliche Methoden zur Kompostierung und um Testen der Kompostqualität besprochen.
Auch die Vorteile von Bauernhof-erzeugtem Mist und Kompost wurden in dieser Sitzung gezeigt.Daher war die Verbesserung der Bodenqualität durch Dung vom Bauernhof als wichtiger Aspekt im Gespräch. Es war nicht möglich, die Bodenqualität insgesamt zu testen. Daher zeigte der Schulungsleiter nur, wie man den pH-Wert im Boden ermittelt und erklärte, dass der pH-Wert einer der Werte ist, die den Gesundheitszustand des Bodens anzeigen.

Zweiter Tag

1. Übersicht über den ersten Tag und weitere Methoden zur Bodenbearbeitung

Diese Sitzung deckte den Bericht sowie die Auswertung der Teilnehmer des ersten Tages und weitere in der AF typischen Verwaltungsmethoden wie das Rotationssystem von Getreidearten, den Anbau von Mischkulturen, und die Integration von unterschiedlichen Pflanzenarten (solche, die dem Boden Nährstoffe entziehen, solche, die den Boden erhalten und solche, die dem Boden Nährstoffe zufügen) ab. Zu den Nutzpflanzen, die dem Boden Nährstoffe zufügen, gehören bestimmte Gemüsearten und andere Nutzpflanzen, die den  Boden schützen und Stickstoff binden.

2. Erhalt der Bodenfeuchtigkeit und Verwaltung der Schrägterrassen

Die Erhaltung der oberen Bodenschicht und die Einarbeitung der Nutzpflanzenreste sowie der Zusatz von organischem Material zum Erhalt der Feuchtigkeit wurden in dieser Stunde besprochen. Organisches Material kann die Feuchtigkeit besser binden als anorganischer Boden. Daher ist die kostensparendste Methode, den Boden feucht zu halten, den Boden mit organischem Material zu bedecken. Ausserdem garantiert die Abdeckung des Bodens mit Nutzpflanzenresten, dass der Boden auch vom Zeitraum her länger feucht bleibt.
Die Verwaltung von Agrarflächen und Waldgebieten am Hang sind wichtig für die Schaffung einer guten Bodenqualität. Der Verlust der obersten Erdschicht verursacht die  kontinuierliche Verarmung des Nährbodens, der somit an Fruchtbarkeit verliert. Aus diesem Grunde besprachen wir den Wert von Massnahmen zur Kontrolle möglicher Erosion durch windabweisende Baum- oder Buschreihen und durch die Strukturierung der Nutzflächen in Terrassen, was auch praktisch demonstriert wurde. In derselben Lektion sprachen wir auch über Probleme, die sich bei der Anwendung der althergebrachten Methoden zur Anreicherung der Böden an Hängen ergeben sowie praktische Methoden, um die sich daraus ergebenden Probleme zu lösen.

3. Zubereitung von Kompost Tee (Praxis) und weitere Diskussionen über die Probleme  auf dem Feld

In dieser Lektion wurden Techniken zur Zubereitung des sogenannten „Kompost-Tee“ behandelt, die zur Eindämmung von Krankheiten und Seuchen und als Düngemittel dienen. Für den Kompost-Tee werden verschiedene lokal wachsende Heilpflanzen kleingeschnitten und dann in anäroben Zustand vergoren.
Im Anschluss daran besprachen wir verschiedene weitere Fragen von Bauern und ihre Probleme mit der derzeitigen Bepflanzungsmethode. Die meisten Probleme stammten von Krankheiten und Pestbakterien in Nutzpflanzen. Daher suchten wir nach einer nachhaltigen Lösung, um diese Probleme unter Kontrolle zu bekommen.

Achter Tag

Schulung durch Dr. Bishnu Hari Pandit

1.Bericht über die Lektionen des vorherigen Tages

2.Diskussion über die für Pflanzen notwendigen Nährstoffe

  1. Kohlenstoff
    Wasserstoff
    Sauerstoff
    Stickstoff
    Phoasphat
    Kalium
    Magnesium
    Eisen
    Kupfer
    Bor
    Zink
    Molybdän
    Kalziu

3.Pflanzenarten

  • Immergrüne Pflanzen
  • Sommergrüne oder laubabwerfende Pflanzen

Neunter Tag

Praxis-Tag

Die Terrassen, die zuvor schon hinter dem Haus gebaut worden waren wurden gesäubert. Alles notwendige Material wurde von den Projektteilnehmern und den Bauern gemeinsam eingesammelt. Es wurden verschiedene Frühbeete vorgestellt.

Die Bauern lernten, Beete auszumessen und zu bauen (von der Grösse 5m x 1m). Die Beetränder wurden mit Bambusbrettern begrenzt. Erde wurde gemischt und gesiebt.
Die Plastiktüten wurden mit Erde gefüllt, die zuvor präpariert und dann gelagert worden war. Eine Mischung aus Erde, Steinen und Schlamm bildete die Basis (wobei die Proportionen unterschiedlich sind, je nach Beschaffenheit der Nutzfläche – je nach Art der Deckschicht, der Hangneigung und des Feuchtigkeitsgehalts).

Es bleibt jedem Bauern selbst überlassen, seine Felder mit Dung zu bedecken und es wird empfohlen, ausschliesslich Dung zu verwenden, der qualitativ hochwertig ist. Anschliessend wurde das Beet in mehrere Parzellen unterteilt, um unterschiedliche Gemüsesorten wie Chili, Spargel, Lapsi, Bakaino (Melia azederach), Bambus, NB-21 usw. anzubauen.

Das Beet wurde mit einer Plastikplane bedeckt, unter anderem auch, um die Grenzen des Beetes abzustecken.


Zehnter Tag

Feldstudie

Die Plastiktüten wurden mit einer Mischung aus Sand, Erde und Dung gefüllt.

Auf einer neuen Terrasse wurde eine Baumschule für Bambus, Nigalo, Amriso und Alaichi errichtet.

Von den Waldgebieten der Bauern wurden Bambussprossen bereitgestellt, die in der neuen Baumschule gepflanzt wurden.

Zusätzlich wurden pflanzliche Anteile von Nigalo, Amriso und Alaichi von den Bauern zur Verfügung gestellt und ebenfalls gepflanzt.

Die Sprösslinge wurden in einem Abstand von 50-60cm voneinander eingepflanzt.


Elfter Tag

1. Praktische Sitzung zur Vorbehandlung der Samen

Epil- und Bathmase-Samen zwei bis drei Minuten in heißes Wasser tauchen. Vor dem Einpflanzen dieselben Samen 12-24 Stunden in kaltem Wasser stehen lassen.
Spargelsamen (Kurilo) bleiben 24 Stunden lang bedeckt mit kaltem Wasser.
Bittergurke wird erst kurz in heißes Wasser getaucht und dann 24 Stunden lang in kaltes Wasser gestellt.
Um die harten Schalen aufzuweichen, müssen die Samen in heissem Wasser liegen. Nach der Behandlug sollten die Samen an einen schattigen Platz zum Trocknen aufbewart werden.

2.Vorbereitung der Pflanzschule

NB-21: die Samen werden eingepflanzt und mit Laub bedeckt, um den Boden feucht zu halten.
Vom Kimbu werden 15 cm lange Zweige abgeschnitten, die dann auf den Boden gelegt werden. Die Blätter dienen als zusätzlicher Mulch.

3.Samen, die in Blumenkästen gepflanzt werden

Weitere wertvolle Pflanzenarten werden in Kästen gepflanzt. Erst wird die untere Bodenfläche mit Kies bedeckt Dann kommt eine Schicht Heu darüber. Die oberste Bodenschicht besteht aus einzelnen Schichten Schlamm, Sand und Dung. Ein Teil des Saatgutes wird mit zwei Teilen Sand und Sägespänen vermischt. Heu dient als Mulch und bedeckt den (so entstandenen) Boden. Boden begießen.

4.Propfen

Als Unterlage und als Anzeigepflanze wurde dreiblättrige Zitrone verwendet. Daran wurde Okulieren und seitliches Propfen demonstriert.

5.Die Bedürfnisse der Bauern an Pflanzenmaterial werden ermittelt

Eine detaillierte Liste der Pflanzen, ihrer Anzahl und der möglichen Verteilung wurde von den Teilnehmern eingesammelt. Ihre Namen wurden registriert und später verändert, um die Pflanzen zu verteilen und einen saisonabhängigen Kalender aufzustellen.
Es wird vorausgesetzt, dass die Pflanzen oder Samen, die ausgeteilt wurde, in dem Gebiet angepflanzt werden, das dem AF-Projekt zugeteilt wurde.


Zwölfter Tag

1.Verschiedene Methoden der Viehzucht im Dorf Kaule

Menschen, Ziegen und Hühner leben unter einem Dach

Nachteile:

  • Gefahr der  Übertragung von Krankheiten
  • Gesundheitsrisiken
  • Mangel an Hygiene und Sauberkeit
  • Insekten, Parasiten
  • Übler Geruch
  • Unsicheres Geschäft

Diese Form der Tiehaltung ist nicht sicher, weil:

Tiere Krankheiten verursachen können und die Menschen vor Ansteckungsgefahr nicht sicher sind. Schädlich auch für die Tiere. Unsicher für Neugeborene, ausserdem können sich die Tiere untereinander anstecken. Schadet den Menschen – es kann zwischen Mensch und Tier zu Angriffen kommen.

Die Tiere sollten separat in einem Stall gehalten werden, mit einem sog. Tatno für die Ziegen (eine Traufe, die aus Bambuszweigen gemacht wird, und in die Gras und Futter gelegt wird).

2. Spezifische Ziegengattung, die in Nepal gut heranwächst

  • Langbeinig
  • Lange Ohren
  • Von grösserem Wuchs (als eine gewöhnliche lokale Ziege)

3.Auswahl der Zuchttiere für eine bessere Fortpflanzung

  • Gesundheit, ohne Krankheiten
  • Nicht allzu fett
  • Nicht zu mager
  • Die Fortpflanzungsorgane sollten auf alle Fälle gesund sein
  • Kein Inzest (innerhalb von fünf Generationen)
  • Der Ziegenbock muss alle anderthalb Jahre durch einen neuen Ziegenbock ersetzt werden

4.Parasiten, die bei Ziegen vorkommen

  • Körperinterne Parasiten
  • Externe Parasiten

5.Behandlung von Parasiten

Eine Mischung aus Salz und Titepati (einem Baum, der in Kaule wächst) kann in das Fell gerieben werden.

6.Fischteiche

  • Einen Graben ausheben
  • Den Boden in der Vertiefung mit Dung und Schlamm bestreichen
  • Mit einer Plastikplane auslegenWasser hineingiessen
  • Komposterde in eine Tüte geben
  • Etwa 1 kg DAP (inorganischen Dünger) pro Ropani in den Teich geben
  • 1,5 kg Harnstoff
  • Nahrung
  • Fische

7. Aufbau der Frühbeete

Phalamen, Gia conjesta (Bhatmase), Koloquinte (Bitterkürbis) (Korela), Kürbis  (Pharsi), Gurke und Spargel sind in Plastiktüten eingepflanzt worden. In das Beet wurde Nimbaro gepflanzt. Diskussion über ein Gewächshaus für Chili, Gurken und Koloquinte (Bitterkürbis) und Bau einer tunnelförmigen Plastik-Überdachung  für die Pflanzschule

8.Auswirkungen von Plastik auf die Umwelt

Jedem Teilnehmer wurde eine Plastiktüte ausgehändigt.  DieTeilnehmer zog sich auf Anweisung (des Trainers) die Tüte über den Kopf und zog die untere Öffnung zusammen, so dass einige Minuten lang die Luftzufuhr unterbrochen war. Jeder von ihnen hielt den Mangel an Luftzufuhr eine kurze Weile aus. Anschliessend erklärte der Trainer ihnen die Auswirkungen und erklärte ihnen, dass Plastik biologisch nicht abbaubar und auch nicht luftdurchlässig ist und ein mit Plastik bedeckter Boden keinen Sauerstoff bekommt, und dass Plastik daher an einem sicheren Ort entsorgt werden sollte. Plastik sollte nur in kleinen Mengen verwendet werden. Wird Plastik in grossen Mengen überallhin verteilt, so verursacht dies Probleme. Aus diesem Grund sollte eine Plastiktüte nach dem Gebrauch sicher entsorgt werden.

Dreizehnter Tag

Allen Landwirten, die sich angemeldet hatten, statteten wir einen Besuch ab, um einen geeigneten Platz für die Errichtung eines Frühbeetes auszusuchen.


Vierzehnter Tag

1.Verbesserung der Reisigdächer zum Schutz für die Büffel

Der Stall für die Büffel sollte in der Nähe der Häuser angelegt sein. Urin sollte dabei an einem eigens dafür vorgesehenen Sammelplatz aufgefangen werden. Kuhmist sollte in einem Schlackenloch  gesammelt werden. Die unterschiedlichen Tierarten, die zum Viehbestand zählen, sollten voneinander getrennt gehalten werden.

2.Pestizide mit Kupfer, Sulphaten und Kalk

a) Boda Mischung: es handelt sich um ein organisches Schimmelbekämpfungsmittel. Es enthält nur wenige Giftstoffe.

Kupfer Sulphate                0,25g
Kalk                                        0,25g
Wasser                             30 – 32l

Kann für Narben und offene Stellen sowie jeden anderen Teil eines beschnittenen Teils an einem Obstbaum verwendet werden, für einen Baum, der abstirbt, sowie für einen Baum, der von Schimmelpilz befallen ist. Die Tinktur sollte direkt vor dem Beschneiden und 24 Stunden später ein zweites Mal aufgetragen werden.
b) Paste aus Boda

Kupfer Sulphat                45 g
Kalk                                     50 g
Wasser                                    9l
Öl                                      90 ml

3.Bodenbehandlung

Der Boden wird mit Laub von grünem Gras bedeckt – er sollte nicht zu Ödland werden. Der Boden sollte immer feucht sein. Doch das Feld sollte nicht zu wässrig sein, sonst fliessen alle Nährstoffe aus dem Boden. Eine Heckenbegrenzung sollte aufgebaut werden, um den Bodenfluss unter Kontrolle zu halten.

4. Zur Forstwirtschaft der Gemeinde (hiernach: CF oder Community Forestry)

Die Teilnehmer werden in den gemeinhin bekannten Methoden des gemeinschaftlichen Waldbaus unterrichtet. Bei der sogenannten CF wird ein Teil des nationalen Waldbestandes an Mitglieder einer örtlichen Gemeinde zum Schutz, zur Verwaltung und zur Nutzung durch dieselbe übergeben.

5.Jahresplanung durch die Teilnehmer

Den Teilnehmern wurden ein Plan und ein Saatkalender für das ganze Jahr präsentiert. Sie wurden gebeten, ihre Anforderungen, das Projektziel und die verschiedenen Tätigkeiten, die sie das Jahr hindurch ausführen würden, zu überprüfen.

6.Jahresplanung im Agroforst-System

Ebenso wurde den Teilnehmern vermittelt, dass sie den Wald- und Feldbau nach der Agroforst-Methode auf den eigenen Ländereien einführen können.

Anmerkung: Der letzte Schulungstag war eigentlich nicht der letzte Tag. Ein Teil der Nachbereitung, bei der das Material für die Pflanzschule, Teilnahme-Zertifikate und Saatgut verteilt wurde und die Schulung in einem Protokoll festgehalten wurde, fand an einem der darauffolgenden Tage statt.


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